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Safari in Südafrika: Das Botlierskop Private Game Reserve

Fünf Stunden von Kapstadt entfernt liegt das "Botlierskop Private Game Reserve", das zu den schönsten Orten gehört, an denen ich jemals Urlaub gemacht habe. Alle Infos und Tipps zu dem Safari-Park in Südafrika findest du hier.

Safari-Urlaub im „Botlierskop Private Game Reserve“ in Südafrika
Safari-Urlaub im „Botlierskop Private Game Reserve“ in Südafrika

Inhalt

  1. Anreise

  2. Pools, Spa & Wellness

  3. Zimmer

  4. Safari

  5. Kosten

  6. Wissenswertes

 

Nach einer Woche Kapstadt packten wir unsere Sachen, um die Garden Route zu erkunden. Wir hatten nicht viel geplant außer zwei Nächte im Botlierskop Private Game Reserve, das circa 4,5 Stunden Fahrt von Kapstadt liegt. Wie jedes Hotel auf unserer zweiwöchigen Kapstadt-Reise, wollten wir auch unseren Safari-Trip spontan buchen. Entlang der Garden Route gibt es einige Game Lodges und bei meiner Recherche konnte ich mich nur schwer entscheiden. Letztendlich wurde uns (zum Glück) die Entscheidung abgenommen, nachdem das Botlierskop Private Game Reserve das einzige Resort war, das so spontan zu unseren Daten überhaupt noch etwas frei hatte. Grundsätzlich würde ich aber empfehlen, den Aufenthalt in einer Game Lodge etwas früher zu buchen. Unser Reisezeitraum war Mitte März.


Die Anreise


Nachdem das Botlierskop Private Game Reserve doch ein ganz schönes Stück von Kapstadt entfernt ist und wir nicht so lange im Auto sitzen wollten, haben wir auf dem Hinweg einen Zwischenstop in Hermanus eingelegt. Dort haben wir ein super schönes Hotel gefunden (siehe hier), haben uns im Nachhinein allerdings etwas geärgert, weil wir lieber einen Tag mehr im Botlierskop verbracht hätten. Deswegen haben wir auch den Plan, nach zwei Tagen die Garden Route weiter zu fahren, kurzerhand über Bord geworfen, spontan zwei Nächte verlängert, um dann doch auf direktem Weg wieder zurück nach Kapstadt zu fahren. Insgesamt haben wir also vier Nächte im Botlierskop verbracht und wären am liebsten gar nicht mehr gegangen. Der Zeitraum war perfekt, denn so hatten wir zwei "Action-Tage" mit Safaris (dazu gleich mehr) und zwei Tage ohne Pläne zum Chillen.


Einfahrt zum „Botlierskop Private Game Reserve“

Pools, Spa & Wellness


2020 wurde das Botlierskop Private Game Reserve von Grund auf renoviert und wahrscheinlich erst zu dem, was es heute ist. Denn mit der Renovierung kamen u.a. erst der große Spa-Bereich mit Indoor-Pool, das Gym und die Luxus-Zelte hinzu. Insgesamt gibt es vier Pools – drei Outdoor- und einen Indoor-Pool. Zwei der Pools befinden sich direkt neben dem Restaurant und dem "Hauptbereich" des Hotels. Dort tummeln sich die meisten Gäste, weil man einen wunderschönen Blick über einen Teil des Reservats hat und die Elefanten, Nashörner oder Zebras beobachten kann, während man im Pool abhängt. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend, dennoch haben wir den dritten Outdoor-Pool für uns entdeckt, weil dieser etwas versteckt liegt und somit von den meisten Gästen gar nicht erst gefunden wurde und wir ihn eigentlich vier Tage für uns hatten. Dieser befindet sich nämlich etwas weiter unten neben dem Spa-Bereich und hat ebenfalls einen Wahnsinns-Blick über eine riesengroße Wiese, über die zwar keine "wilden" Tiere spazieren, aber immerhin ein paar Pferde, Gnus oder Gazellen. Im "Fijnebos"-Spa gibt es einen großen, beheizten Indoor-Pool, der sehr schön ist, aber keinen so tollen Ausblick hat. An der Spa-Rezeption kann man die gängigen Treatments buchen (Schwedische Massage für gut befunden!) und es gibt sogar eine Sauna und ein Dampfbad. Allerdings liegen die im Keller, haben keine Fenster und waren daher keine Option für uns.



Die Zimmer


Eigentlich ist das Wort "Zimmer" nicht ganz richtig. Die gibt es zwar auch, viel cooler sind aber die Luxus-Zelte („Tented Lodges“) im Botlierskop. Obwohl auch hier der Begriff "Zelt" maßlos untertrieben ist. Glamping at it‘s best! Die „Tented Lodges“ werden nochmal in Kategorien unterteilt – ich würde sie „krass“ und „noch viel krasser“ nennen. Für die ersten zwei Nächte hatte ich eine „Luxury Tented Suite“ gebucht. Das ist die etwas günstigere Zimmerkategorie (ca. 110 Euro pro Person/Nacht). Dafür bekommt man ein tolles, großes Zelt mit Doppelbett, Bad, Badewanne und Outdoor-Dusche. Nachdem sich das Bad mit im Zelt befindet und nicht durch eine Tür abgetrennt ist, hat man nicht ganz so viel Privatsphäre, aber das war uns egal. Hier nun ein paar Einblicke in unsere „Luxury Tented Suite“ (teilweise mit Screenshots aus einem Video, deswegen entschuldigt die Qualität).



Eigentlich wollten wir dasselbe Zelt zwei Tage verlängern, war aber „leider“ ausgebucht, weshalb wir in die „Deluxe Tented Suite“ umgezogen sind. Und das hat nun wirklich nichts mehr mit Zelt zutun, sondern ähnelt einem afrikanischen Palast. Zugegeben, das Safari-Camping-Gefühl geht hier nun endgültig verloren, aber nachdem wir in Zelt 1, das doch etwas rustikaler ist, plötzlich eine handgroße Spinne in den Badewanne hatten, fand ich das gar nicht mehr so schlimm. Die „Deluxe Tented Suite“ hat eine kleine Küche, eine Wohnecke mit Kamin, ein riesengroßes Doppelbett, einen Balkon mit Blick auf die Savanne und ein Badezimmer, das keine Wünsche offen lässt. Freistehende Badewanne mit Blick auf die Elefanten, In- UND Outdoor-Dusche, Doppelwaschbecken und ein separates WC. Bilder sagen mehr als tausend Worte, so please enjoy!


…übrigens geht es noch luxuriöser. Zum Beispiel in der „Executive Tented Suite“, die ein ähnliches Interior hat, dazu aber noch einen eigenen Whirlpool – say what!


Die Safaris


Auch wenn wir unser Zimmer beziehungsweise unseren Pool nur ungern verlassen haben – eigentlich waren wir ja für die Safari da. Man muss wissen, dass es in Südafrika die „Big 5“ nicht in freier Wildbahn gibt (wie z.B. in Kenia oder Namibia), sondern nur in geschlossenen Safari-Parks. Die Tiere sind also eingezäunt, allerdings sind die meisten Game Lodges so groß, dass man das überhaupt nicht merkt. Das Botlierskop Private Game Reserve umfasst 4.200 Hektar und beheimatet vier der „Big 5“ (Nashörner, Elefanten, Büffel und Löwen). Daneben noch unzählige andere Tiere wie Nilpferde, Geparden, Zebras, Giraffen oder Impalas. Man kann zwischen verschiedenen Safaris wählen. Wir entschieden uns an Tag 2 für eine klassische Safari mit Jeep und an Tag 3 für eine Pferde-Safari. Ich würde jedem empfehlen, beides zu machen, denn die zwei Safaris könnten unterschiedlicher (und toller) nicht sein.


Jeep-Safari


Im Jeep sitzt man gemütlich, fährt durch das Reservat, bleibt immer wieder stehen und lässt sich vom Guide alles erklären (hier ein Shoutout an unseren super Guide Jaym). Zwischendurch gibt es eine Pause, wo man aus dem Auto steigt, etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen bekommt. In unserem Fall war die Pause das Highlight des ganzen Ausflugs, weil wir nur ein paar Meter neben einem Nashorn und seinem zwei Wochen alten Baby standen. Ein unvergessliches Erlebnis!




Pferde-Safari


Am darauffolgenden Tag buchten wir eine Horseback-Safari. Das Tolle daran: Man entdeckt nochmal ganz andere Ecken, weil man querfeldein durch das Reserve reiten kann und den Tieren noch viel näher kommt als mit dem Auto. Hierfür muss man übrigens keine Reiterfahrung haben. Die Horseback-Safari findet in kleinen Gruppen statt (wir waren zu dritt) und werden von einem professionellen Guide geführt, der genau weiß, wo sich die Tiere verstecken und wie man sich verhalten muss. Wir haben uns für einen zweistündigen Ausritt entschieden, man kann aber auch nur eine Stunde oder noch länger buchen. Zwei Stunden waren für uns (und unseren Hintern) absolut ausreichend. Wem gemütliches Reiten zu langweilig ist, kann auch eine Horseback-Safari für erfahrene Reiter buchen. Diese sind in der Regel etwas länger und man kann zwischendurch auch mal galoppieren.



Kosten und Infos


Kommen wir nun zum spannenden Teil. Was hat der Spaß gekostet, was würde ich beim nächsten Mal nicht mehr machen und was auf jeden Fall?

Grundsätzlich sei gesagt: In Südafrika ist alles sehr günstig, weshalb man wirklich viel für sein Geld bekommt. Deshalb haben wir uns auch richtig gegönnt und keine zwei Sekunden darüber nachgedacht, ob wir wirklich das teurere Zimmer buchen sollen. Trotzdem gibt es eine Sache, die ich nicht mehr buchen würde. Nämlich die Vollpension. Die ersten zwei Nächte hatte ich ja bereits vorher gebucht und direkt das All-inclusive-Paket genommen. Schließlich ist man dort total abgeschieden und hat z.B. nicht die Möglichkeit, mal schnell woanders essen zu gehen. Deswegen war es für mich nur logisch, neben dem Zimmer auch gleich noch Frühstück, Mittagessen und Abendessen inkludiert zu haben, ohne vor Ort noch mit zusätzlichen Kosten rechnen zu müssen. Ein Trugschluss, denn tatsächlich haben wir, zumindest was das Essen angeht, nicht mal ansatzweise alles ausgekostet. Die Portionen sind nämlich sehr groß, sodass wir nie ein Mittagessen oder das gesamte 3-Gänge-Menü am Abend gebraucht haben. Demnach würde ich empfehlen, nur Zimmer mit Frühstück zu buchen und dann a la Carte zu bestellen. Die Getränke zahlt man sowieso extra und so kann man nur so viel bestellen, wie man tatsächlich braucht.

Noch ein kleiner Schwenk zum Thema Essen: Das war leider nicht der Wahnsinn. Völlig in Ordnung, aber kein kulinarisches Highlight. Noch ein Grund, weshalb wir bei der Anschlussbuchung auf die Vollpension verzichtet haben.


Übersicht aller Kosten für zwei Personen


  • 2 Nächte in einer „Luxury Tented Suite“ inkl. Vollpension und einer Jeep-Safari: 895 Euro

  • 2 Nächte in einer „Deluxe Tented Suite“ inkl. Frühstück und einer Horseback-Safari: 700 Euro

  • 1 Stunde Massage: 57 Euro

  • Getränke (mind. vier Flaschen Wein, ups), Essen, Wäscheservice, Trinkgeld: 250 Euro

Kosten gesamt für zwei Personen: ca. 1900 Euro

 

Wissenswertes


  • Kinder im Botlierskop: Im Haupthotel sind nur Kinder ab 6 Jahren erlaubt. Es gibt aber einen separaten Teil der Game Lodge (ca. 10 Minuten Fahrt entfernt), der auf Kleinkinder spezialisiert ist. In der „Village Lodge“ gibt es kinderfreundliche Zimmer, ein eigenes Restaurant und spezielle Aktivitäten für die Kleinen (z.B. Junior Ranger Safaris, die im gleichen Reservat stattfinden). Auf der Webseite ist der „Kinder-Teil“ etwas schwer zu finden, deshalb hier der direkte Link.

  • Man muss nicht unbedingt im Botlierskop übernachten. Man kann auch nur Tages-Ausflüge buchen, um auf Safari zu gehen oder den Spa-Bereich zu nutzen.

  • Es gibt auch ganze Häuser mit eigenem Pool, die man mit Freunden oder für die ganze Familie mieten kann. Die liegen etwas abgeschieden im Reservat und man muss sich selbst versorgen, kann aber natürlich jederzeit das Restaurant besuchen oder Aktivitäten dazu buchen.

 

Falls du konkrete Fragen zum „Botlierskop Private Game Reserve“ hast oder noch mehr Eindrücke sehen möchtest, kannst du mir jederzeit eine Nachricht auf Instagram schreiben oder dir mein Story-Highlight „South Africa“ ansehen.



Viel Spaß in Südafrika!



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