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5 Wellness-Hotels in Südtirol, die du kennen solltest

Ob zum Skifahren, Wandern oder einfach nur Entspannen: Südtirol ist immer eine Reise wert und in diesen Wellnesshotels kommst du nicht nur zur Ruhe, sondern wirst auch kulinarisch verwöhnt


Onsen-Pool mit Feuerschale im Silena Hotel
© Silena

Ein Urlaub in Südtirol gehört für mich mindestens ein bis zweimal im Jahr dazu. Aus München ist man schon in 2,5 Stunden dort und die Gegend im nördlichen Italien hat einfach alles zu bieten. Im Winter die tollsten Skigebiete, im Frühling, Sommer und Herbst die schönsten Wanderwege. Zwischendrin ein Hotel nach dem anderen. Von simplen Pensionen, die vor allem auf Aktivurlauber ausgelegt sind, bis zu exklusiven Wellness-Hotels, die zum Entspannen (und Essen!) einladen. Wenn ich in Südtirol bin, liebe ich es zwar, draußen in der Natur zu sein, aber Sauna, Pool und Dampfbad dürfen auch nicht fehlen. Mittlerweile habe ich schon so einige Wellness-Hotels in Südtirol kennengelernt und hier kommen ein paar meiner Favoriten. Übrigens wird dieser Artikel immer wieder geupdated, wenn ich etwas Neues entdecke.


Wellness-Hotels in Südtirol


Santre


Das Santre thront hoch über Brixen und wurde erst im Sommer 2022 eröffnet. Nachdem es nur fünf Minuten vom My Arbor, einem meiner absoluten Lieblingshotels in Südtirol, entfernt liegt, habe ich über Jahre die Baustelle mitbekommen und mich daher sehr gefreut, das Santre endlich kennenzulernen. Und what can I say? Der Neuzugang ist wirklich gelungen. Wenn man den Eingangsbereich betritt, hat man einen 180-Grad-Blick über Brixen und allein das sorgt irgendwie sofort für ein Angekommen-Gefühl. Das komplette Hotel liegt am Hang, weshalb die Etagenverteilung und die Knöpfe im Aufzug etwas verwirrend sind. Fakt ist jedenfalls, dass jedes Zimmer gen Tal gerichtet ist und somit einen grandiosen Blick bietet. Je nach Kategorie gibt es auf jeden Fall einen eigenen Balkon und in der san.ray-Suite sogar einen eigenen Garten inkl. Privatsauna und Whirlpool.

Was mir am Wellnessbereich besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass alles so schön offen und hell ist. Der riesengroße Outdoor-Infinity-Pool ist das Highlight und draußen gibt es sogar noch einen Naturbadeteich. Ein Stockwerk weiter oben gibt's eine Finnische Panoramasauna, Dampfbad, Kältebecken, zwei weitere Saunen und natürlich einen Entspannungsbereich. Auch cool: Das Fitnessstudio mit großer Fensterfront und Blick ins Tal ist nicht nur richtig groß, sondern sehr gut ausgestattet (sogar mit Box-Sack).

Beim Essen muss ich leider ein paar Punkte abziehen, denn auch nach vier Nächten hatten wir kein einziges Abendessen, bei dem wir gesagt haben "das war das Beste, was wir jemals gegessen haben" (und der Satz fällt in Südtiroler Wellnesshotels eigentlich oft). Das Frühstücksbuffet ist der Wahnsinn und bietet alles, was man sich wünscht, aber beim Abendessen ist noch Luft nach oben. Hunde sind auch im Santre sehr willkommen und dürfen sogar mit ins Restaurant – zumindest in die kleine, gemütliche Stube direkt daneben.


Tipp: Das Santre liegt direkt am Fuße der Plose und dorthin solltet ihr unbedingt einen Ausflug machen. Hier kommt man entweder mit der Kabinenbahn hinauf (je nach Saison) oder direkt mit dem Auto. Oben gibt es unzählige Wanderwege (z.B. der sehr einfache, aber wunderschöne Woody Walk von der Bergstation bis zur Rossalm für ein Mittagessen).



Silena


Sobald man das Silena betritt, ist man sich kurz unsicher, ob man in Südtirol oder doch eher Japan ist. Denn nach der umfassenden Renovierung und Neueröffnung im Sommer 2022 wird hier, was das Interieur angeht, auf einen Mix aus südtiroler Gemütlichkeit und japanischen Designelementen gesetzt. Viel dunkles Holz, Klangschalen zur Deko und sogar eine große Gebetsmühle an der Wand geben einem sofort das Gefühl von Gemütlichkeit – und natürlich der neue Onsen-Pool auf dem Dach, aber dazu gleich mehr.

Der Bereich rund um die Bar ist so cozy, dass man sich hier stundenlang in ein Buch vertiefen oder ein Brettspiel spielen kann. Davon gibt's übrigens genug, denn die eigene Bibliothek hat alles zu bieten. Es gibt sogar eine kleine Kreativecke, in der man basteln oder malen kann – sowas liebe ich persönlich ja sehr. Aber nun zum wichtigsten Teil: dem Wellnessbereich.

Hier gibt es einen "alten" Bereich und einen neuen, der bei der Renovierung einfach auf das Dach gesetzt wurde. Unten gibt's einen großen Outdoor-Pool, der zwar beheizt ist, mir bei unserem Besuch Ende Oktober aber trotzdem etwas zu kühl war. Deswegen haben wir die meiste Zeit im 40 Grad warmen Onsen-Becken abgehangen, das auf dem Dach unter freiem Himmel liegt und einen grandiosen Blick auf die Berge bietet. Oben gibt's außerdem noch eine riesengroße Panoramasauna mit Blick über den Ort und im unteren Wellnessbereich noch Saunen und Dampfbad, die allerdings sehr dunkel liegen und keine Fenster haben.

Ich durfte schon einige Wellnesshotels kennenlernen und kann sagen, dass das Essen im Silena wirklich jeden Tag sehr gut war – das ist auch in den teuersten Hotels leider überhaupt nicht selbstverständlich. Das Küchenteam setzt auf heimische und nachhaltige Produkte und auch die Gerichte haben zwischendurch einen asiatischen Touch (z.B. Dim Sum mit Gartengemüse, Südtiroler Apfel, Meerrettich und Shiitakepilze).

Die insgesamt 48 Zimmer unterteilen sich in die drei Kategorien und sind nicht nur alle gleich schön und modern eingerichtet, sondern kommen teilweise sogar mit eigener Sauna und Outdoor-Badewanne. Die Preise für eine Übernachtung im Silena beginnen bei 167 Euro pro Person und beinhalten Halbpension mit Frühstück und 5-Gänge-Abendmenü.

Übrigens sind Hunde im Silena so herzlich willkommen, dass sie bei Ankunft nicht nur einen Futternapf bekommen, sondern sogar ein Hundeshampoo, einen Spielknochen und eine Doggy-Do-Bag aus Filz von Cloud7 als Geschenk, wow! Direkt vor der Tür kann man auch die perfekte Gassirunde gehen.


Tipp: Vom Silena zehn Minuten mit dem Auto auf die Fanealm fahren und dort eine Wanderung machen. Das Almdorf gilt als eines der schönsten in Südtirol und ist vor allem im Frühling und Herbst ein absoluter Traum.



My Arbor


Das My Arbor oberhalb von Brixen ist einfach mein Happy Place und das schon seit vielen Jahren. Es ist eines der wenigen Hotels, in denen ich Stammgast bin und das ist, denke ich, ein gutes Zeichen. Kein Wunder, denn es liegt nicht nur wunderschön ruhig und idyllisch in den Bergen, sondern hat einfach das perfekte Gesamtpaket. Die Zimmer sind schön – alle mit Balkon und Blick ins Tal, das Essen ist der Wahnsinn und der Wellnessbereich ist so groß, dass man sich nie mit anderen Gästen in die Quere kommt und immer das Gefühl hat, ganz allein zu sein. Dabei wirkt das Ganze aber niemals unpersönlich – ganz im Gegenteil.




Sensoria


Die Fusion aus Südtirol und Japan scheint ein Trend zu sein, denn auch das Sensoria hat nach einer aufwendigen Renovierung auf asiatische Elemente gesetzt. So gibt es zum Beispiel einen Zen-Garten in der Mitte des Hauptgebäudes, wo man zwischen Bonsai und Bambus gemütlich einen Kaffee trinken oder den Begrüßungsdrink bei Ankunft genießen kann. Im Sensoria gibt es übrigens, im Vergleich zu den meisten anderen Spa-Hotels, ein All-Day-Inclusive-Arrangement. Bedeutet: Frühstück, Sechs-Gänge-Abendmenü und alle Getränke (auch alkoholische) sind im Preis inklusive. Sehr angenehm, wenn man schon vorher weiß, was man am Ende zahlt. Ich durfte während meines Aufenthaltes in der "Suite South" wohnen, die im obersten Stockwerk liegt und eine eigene Dachterrasse inklusive Jacuzzi hat. Im Bad gibt's außerdem eine private Sauna. Aber auch alle anderen Zimmerkategorien sind schön clean eingerichtet und sehr hell. Ein Hingucker im Sensoria ist definitiv der Pool, der sich in der Mitte des Hotels befindet. Ein kleiner Nachteil ist die Tatsache, dass sich das Hotel direkt an der Hauptstraße nur wenige Meter von der Talstation der Seiser Alm befindet, sodass man immer wieder die vorbeifahrenden Autos hört. Die Lage an der Talstation hat aber natürlich auch den Vorteil, dass man zu Fuß zur Gondel kommt und auf die Seiser Alm fahren kann (unbedingt machen!). Hunde sind im Sensoria zwar erlaubt und werden mit Napf und Decke begrüßt, sind aber im Restaurant nicht erlaubt (außer im Außenbereich im Sommer).


Tipp: Neben einem Ausflug auf die Seiser Alm, solltet ihr unbedingt einen Spaziergang zum Völser Weiher machen. Hin- und Rückweg dauern jeweils eine Stunde und der leichte Wanderweg startet bei der Talstation der Gondel. Dort gibt es auch ein Wirtshaus, in dem ihr einkehren könnt (auf die Öffnungszeiten achten). Im Sommer ist der kleine See perfekt für eine Abkühlung.



Pfösl


Eigentlich wollte ich das Pfösl immer im Sommer kennenlernen, aber es hat sich so ergeben, dass es doch Winter wurde. Literally, denn während meines Aufenthaltes im Oktober kam der erste Schnee und wir sich buchstäblich darin versunken, was traumhaft schön war. Warum ich unbedingt einmal ins Pfösl wollte, war die Tatsache, dass das Hotel sehr hundefreundlich ist und man hier den Hund sogar mit ins Restaurant nehmen darf – beziehungsweise in einen abgetrennten Teil davon. Der Spa-Bereich, wo Dampfbad, acht Saunen, Panoramawhirlpool und der 25-Meter-Infinitypool liegen, erstreckt sich über 2000 Quadratmeter. Der Pool-Bereich ist sehr schön hell und weitläufig, allerdings kann es im Spa-Bereich etwas eng werden, wenn im Hotel viel los ist und das Wetter nach Wellness ruft. Das finde ich beim Spa-Urlaub immer etwas nervig, weshalb ich großzügige Wellness-Bereiche bevorzuge. Die findet man aber meist nur bei neu gebauten Hotels und nicht bei älteren Häusern, die modernisiert wurden. Was ich am Pfösl besonders beeindruckend fand, war das Frühstücksbuffet, das wirklich keine Wünsche offen ließ und Dinge enthielt, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie zum Frühstück brauche. Das Gänge-Dinner am Abend war sehr gut, aber im Vergleich zu anderen Hotels hatte ich nicht jeden Abend einen Wow-Effekt, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Die Zimmer und Suiten sind sehr schön renoviert worden der minimalistische Stil mit viel Holz und Licht gefällt mir extrem gut. Das Highlight im Pfösl sind unter anderem die drei Waldchalets, die man ganz für sich alleine hat mit Blick in die Natur, offenem Wohn- und Schlafraum, einem extra Zimmer mit zwei Einzelbetten und einer Badewanne im Freien. Die Zimmerpreise im Pfösl starten bei 172 Euro pro Nacht im Standard-Doppelzimmer.


Tipp: Im Sommer veranstaltet das Hotel Gartenfeste, bei denen der Innenhof bunt geschmückt wird und an langen, weißen Tafel Südtiroler Spezialitäten serviert werden. Zum Beispiel frisch gebackenes Brot aus dem 300 Jahre alten Steinbackofen oder feine Dinge direkt vom Grill.



Und nun viel Spaß beim Wellnessen!


Disclaimer: Einige der Hotels durfte ich im Rahmen eines Presseaufenthaltes testen, habe aber mittlerweile jedes einzelne schon ein zweites mal (privat) gebucht, weil ich so davon überzeugt bin.



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