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Kappadokien: Ist die Instagram-Destination ihren Hype wert?

Aktualisiert: 4. Dez. 2023

Vielleicht klingelt es beim Namen "Kappadokien" nicht direkt, aber spätestens die berühmten Heißluftballon-Bilder aus der Region in der Zentraltürkei kennen wir alle. Aber ist die Destination wirklich so toll?

Blick über die Landschaft in Kappadokien bei Sonnenuntergang mit Heißluftballons am Himmel
© Lucy Binder

Diese Reisegeschichte entstand in Kooperation mit Uber 🖤

 

Eineinhalb Stunden dauert der Flug von Istanbul nach Kayseri, einer kleinen Stadt in der Nähe von Kappadokien. Wir lassen die hektische Großstadt hinter uns und von der Luft aus erkennt man, wie sich die Landschaft langsam verändert. Das Grün der Bäume und Wiesen wechselt zu sandfarbenen Felsformationen, die man schon von oben sieht und durch die sich teils kleine Flüsse schlängeln. Sehnsüchtig halte ich vom Flugzeug Ausschau nach den berühmten Heißluftballons – vergeblich. Vielleicht, weil es nochmal eine eineinhalbstündige Autofahrt braucht, um endlich ans Ziel zu kommen: den kleinen Ort Göreme in Kappadokien, der zum UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe zählt.


Ankunft in Kappadokien


Spätestens während der Fahrt vom Flughafen nach Göreme wird klar, dass Kappadokien wirklich für seine Heißluftballons bekannt ist. Nicht, weil der ganze Himmel voll davon ist (so habe ich mir das ehrlich gesagt ein bisschen vorgestellt), sondern weil es an jeder Ecke Anbieter gibt, die mit Ballon-Ausflügen werben. Neben den vielen Buchungs-Stationen gibt es in dem kleinen Ort gefühlt mehr Bankautomaten als in einer Großstadt, ein Touristen-Restaurant mit bunter Leuchtreklame reiht sich ans Nächste und überall wird man in kleine Läden gelockt, die Schmuck oder Textilien anbieten. Mein erster Gedanke: Wo bin ich hier gelandet? Mein zweiter Gedanke, nachdem ich die Touristenattraktionen ausblende: Wow, wie wunderschön ist es hier? Und die nächsten Tage zeigen mir, dass es trotz des absurden Touristen-Aufkommens, das vor allem dank Social Media über die letzten Jahre entstanden ist, auch Ecken gibt, in denen man die wundervolle Natur und die Umgebung in Ruhe genießen kann.

Blick aus dem Busfenster auf die Landschaft von Kappadokien
Die Fahrt vom Flughafen Kayseri nach Göreme dauert rund 1,5 Stunden © Lucy Binder

Was sollte man in Kappadokien unbedingt machen?


Klar, ein Ballon-Flug gehört in Kappadokien einfach dazu und auch wenn es die Touristen-Attraktion Nummer eins ist, wird das Erlebnis niemals seine Magie verlieren. Denn nicht nur von der Ferne betrachtet ist der Blick auf die Ballons ein Highlight. Wenn man einmal im Korb eines Heißluftballons sitzt und die Welt von oben betrachtet, ohne Lärm und Hektik, ist das etwas ganz Besonderes. Dann ist man plötzlich ganz weit weg von den vielen Menschen, dem lauten Straßenverkehr und den Marktschreiern. Wie schon erwähnt, kann man Ballon-Flüge in Kappadokien an jeder Ecke buchen. Allerdings muss man sich erstmal für einen der vielen Anbieter entscheiden, verifizieren, dass dieser seriös ist und sich im Zweifelsfall noch auf einen Handel einlassen. Hinzu kommt, dass viele der Anbieter nicht mal Englisch sprechen und demnach nicht genau erklären, wie der Ballon-Flug überhaupt abläuft, sondern dir einfach schnell ein Ticket verkaufen.


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fliege nicht regelmäßig in Heißluftballons durch die Gegend, hatte demnach ein etwas mulmiges Gefühl und war deshalb froh, einen seriösen Anbieter zu haben, bei dem ich genau weiß, dass alles sicher abläuft. Nämlich die neue Ballon-Ride-Funktion von Uber, deren Launch auch Grund meines Ausfluges nach Kappadokien war. Seit dem 23. Oktober 2023 kannst du dir jetzt nämlich ganz einfach über die Uber-App einen Heißluftballon-Flug buchen und das auch super spontan (mindestens 12 Stunden im Voraus).


Die beste News vorweg: Die ersten 100 Flüge gibt es gerade über die Uber-App umsonst. Falls du also gerade zufällig in Kappadokien bist oder bald hinmöchtest – schnell sein lohnt sich. Aber von vorne.


Ballonflüge buchen per Uber-App


Über die Uber-App kann man sich ab sofort während der High-Season, also jetzt im Oktober und November, ganz einfach einen Ballon-Ausflug buchen und bekommt sogar noch einen

Pick-up vom Hotel dazu, der einen direkt zum Abflugspunkt und wieder zurückbringt.

Screenshot aus der Uber-App

Die Heißluftballonfahrten starten bei Sonnenaufgang in Göreme und dauern rund 1,5 Stunden. Dabei überfliegt man den Göreme-Nationalpark, der für seine "Feenkamine" und die in den Kalkstein gehauene Architektur bekannt ist. Mehr zu Geschichte Kappadokiens findest du weiter unten.


So geht's:


In der Uber App auf "Reserve" klicken und als Startpunkt die Adresse deines Hotels bzw. gewünschten Abholortes angeben. Als Ziel "Cappadocia Balloon Flights" eintippen und anschließend das gewünschte Datum auswählen. Jetzt heißt es früh aufstehen, denn alle Ausflüge starten um 6 Uhr morgens, um dem Sonnenaufgang entgegenzufliegen. Nach der Buchung wirst du vom Anbieter kontaktiert, um die Abholadresse zu bestätigen und eine Kopie deines Reisepasses zu übermitteln, die für alle Flüge Pflicht ist. Die Flüge müssen mindestens 12 Stunden im Voraus gebucht werden und kosten 150 Euro pro Person.



Frau mit Handy in der Hand in einem Heißluftballon
© Kayra Sercan Photography/ Uber

Weitere Ausflugstipps in Kappadokien


Fest steht also: Eine Ballon-Fahrt ist beim Urlaub in Kappadokien ein Muss und dank der neuen Uber-Reserve-Funktion einfacher denn je. Allerdings möchte ich dazu erwähnen, dass Ballon-Fahrten natürlich nur bei gutem Wetter bzw. ruhigen Windbedingungen stattfinden können. Im Zweifelsfall kann es nämlich passieren, dass ein sogenannter "Code Red" ausgesprochen wird, der sämtliche Flüge untersagt. Nachdem im Oktober und November allerdings Hochsaison ist, solltest du, sofern du mehrere Tage in Kappadokien bist, auf jeden Fall einen Slot erwischen, an dem ein Flug möglich ist.

Neben der Ballon-Fahrt gibt es zum Glück noch viele andere tolle Dinge, die man in Kappadokien erleben kann.


Ausflug ins Love Valley


Das sogenannte "Love Valley" ist das Tal, das man von den berühmten Ballon-Shots kennt. Hier muss man aber nicht unbedingt im Heißluftballon sitzen, sondern kann es auch von einer der vielen Aussichtsplattformen bewundern. Die sogenannten "Feenkamine", die länglichen, nach oben stehenden Felsformationen, gelten als Wahrzeichen Kappadokiens. Mein Tipp: Bei Sonnenuntergang vorbeischauen, denn dann ist das "Love Valley" in wunderschönes Licht getaucht und sieht nochmal imposanter aus. Von Göreme fährt man nur rund zehn Minuten. Warum das "Love Valley" so heißt, könnt ihr euch jetzt selbst überlegen ;-)



In einem Cave Hotel übernachten


Wenn du nach Kappadokien reist, muss du unbedingt in einem der unzähligen Höhlen-Hotels übernachten. Die Unterkünfte wurden direkt in die Felsformationen gebaut und sind wirklich etwas ganz Besonderes. Man findet viele einfache, günstige Hotels, aber auch etwas teurere und exklusivere Unterkünfte. Während meines Ausfluges nach Kappadokien durfte ich im Carus Cappadocia wohnen, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Jedes Zimmer ist irgendwie anders und hat, je nach Form des Felsens, einen anderen Schnitt. Worauf du bei der Hotelwahl auf jeden Fall achten solltest: die Dachterrasse. Die haben die meisten Hotels in Kappadokien sowieso, aber von dort hat man einen traumhaften Blick auf die Heißluftballons und über die Stadt. Ein weiteres Hotel, das man vor allem von Instagram kennt und das toll sein muss, ist das Koza Cave Hotel.



Eine traditionelle Töpferei besuchen


In Kappadokien gibt es sehr viele handwerkliche Betriebe und kleine Shops, in denen man handgemachte Produkte kaufen kann. Zum Beispiel Teppiche, traditionellen Schmuck oder Gewänder. Aber vor allem Getöpfertes, denn die Arbeit mit Ton hat in Kappadokien eine lange Tradition. Deshalb gibt es rund um den Ort Göreme auch einige Töpfereien, die man besichtigen kann. Dort wird einem alles über die Herstellung von Keramik erklärt und bei einigen Betrieben gibt es sogar die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und an einer der traditionellen Töpferscheiben zu werkeln. Ich war bei meinem Besuch in Kappadokien bei Venessa Seramik. Dort gibt es übrigens auch einen riesengroßen Showroom, in dem man von Espressotassen, über Schüsseln bis hin zu riesigen Skulpturen alles kaufen und sogar direkt nach Hause liefern lassen kann.


Quad-Tour durch die Berge


Wer ein bisschen mehr Action möchte, sollte eine Quad-Tour buchen. Dabei fährt man in einer geführten Gruppe auf einem Quad durch die Landschaft und lernt so alles nochmal aus einem anderen Blickwinkel kennen. Die Trips kann man, wie die Ballon-Fahrten, an fast jeder Ecke buchen. Je nachdem, wie wohl du dich fühlst, kannst du entweder alleine auf einem Quad fahren oder zu zweit als Beifahrer. Tipp: Während der Fahrt wird es extrem staubig, deswegen auf keinen Fall hochwertige Klamotten anziehen und während der Fahrt Sonnenbrille und Mundschutz tragen. Entweder in Form einer klassischen Covid-Maske oder einfach einem Tuch, das du dir über Nase und Mund bindest. Thank me later! Außerdem nur das zum Ausflug mitnehmen, was du wirklich brauchst, denn auf dem Quad ist kein Platz für große Handtaschen oder ähnliches.


Mann auf einem Quad-Bike
Quad-Tour durch Kappadokien © Lucy Binder

Dinner mit Blick über Kappadokien


Ein wirkliches Highlight sind die vielen Restaurants, die oben am Hügel in den Felsen gebaut sind. Von dort hat man einen atemberaubenden Blick über das Tal (und die Ballons) und das Essen ist wirklich immer gut. Die Küche in Kappadokien ist sehr fleischlastig und es wird meist automatisch davon ausgegangen, dass jeder Fleisch isst. Falls du Vegetarier/in bist, am besten direkt dazu sagen, dann bekommst du mehr pflanzenbasierte Gerichte. Das Dinner im Museum Hotel war wirklich eine tolle Erfahrung, weil nicht nur das Essen wahnsinnig gut war, sondern einfach die Location an sich. Dort kann man, wie in meinem Fall, einfach nur zum Essen vorbeischauen, aber auch übernachten.



Blick auf die Berge und Ballons aus einem Restaurant
Lunch im Restaurant "Senza" © Lucy Binder

Pferde-Safari im Sonnenuntergang


Ein weiteres Erlebnis, das man in Kappadokien gemacht haben sollte, ist eine Pferde-Safari. Ähnlich wie bei der Quad-Tour geht es hier, mit etwas weniger PS, durch die schöne Landschaft und das am besten bei Sonnenuntergang. Dann ist das Licht am schönsten und man hat die volle Experience. Übrigens braucht man hier überhaupt keine Vorkenntnisse, denn die Touren sind alle mit einem Guide und die Pferde sehr entspannt. Die Touren kann man ebenfalls bei einem der vielen Anbieter buchen, die in und um Göreme sind.


Frau reitet auf einem Pferd durch einen Canyon Richtung Sonnenuntergang
© Unsplash


Durch die unterirdischen Städte spazieren


Neben seinen Ballons und Felsformationen ist Kappadokien auch für die unterirdischen Städte bekannt. Die sind vor tausenden Jahren entstanden und haben damals vor allem als Verstecke gedient. Derinkuyu ist eine der bekanntesten unterirdischen Städte in Kappadokien und liegt rund 40 Autominuten von Göreme entfernt. Sie wurde voraussichtlich im 8. bis 7. Jahrhundert v. Chr. während der Zeit der Phrygier erbaut. Derinkuyu konnte Tausende von Menschen aufnehmen und war mit Belüftungsschächten, Brunnen, Küchen, Ställen und sogar einer Kirche ausgestattet. Die unterirdische Stadt war also eine voll funktionsfähige Gemeinschaft, die Schutz vor Eindringlingen bot. Heute kann man die unterirdischen Städte besuchen und durch die vielen Gänge spazieren. Wenn man daran denkt, wie die Leute dort unten vor tausenden Jahren gelebt haben, eine tolle Erfahrung.


Braune Holztür mit Laternen links und rechts in einem Felsen
© Unsplash

Kappadokien im Winter besuchen


Kappadokien ist nur was im Sommer? Von wegen! Auch im Winter ist es dort wunderschön und sogar die Ballons fliegen. Wenn die ganze Landschaft weiß verschneit ist und die bunten Ballons bei Sonnenunter oder -aufgang in der Luft stehen, ähnelt Kappadokien einer Szene aus Game of Thrones. Das Gute an einem Besuch in den Wintermonaten: Es ist weniger los, Göreme nicht ganz so touristisch und die Preise sind nicht mehr so hoch wie im Sommer. Allerdings ist es auch bitterkalt, deswegen viel warme Kleidung mitnehmen, denn nicht alle Höhlen-Hotels haben eine Heizung.

Blick auf das verschneite Kappadokien mit Heißluftballons in der Luft
© Unsplash

Einen Hund adoptieren


Kleiner Spaß, aber worauf du dich unbedingt einstellen solltest, falls du Hunde genauso liebst wie ich: konstant den Wunsch zu haben, jeden einzelnen mit nach Hause zu nehmen. Denn, wie in vielen Teilen der Türkei, wimmelt es nur so von frei laufenden Hunden, die meist sehr zutraulich sind. Darunter sind auch ganz viele Welpen und manchmal wird die Aussicht auf das UNESCO-Weltkulturerbe dabei kurz nebensächlich.


Kleiner weißer Hund im Vordergrund und Landschaft im Sonnenuntergang im Hintergrund
© Lucy Binder


Über Kappadokien


Sieht man sich die Landschaft in Kappadokien mit ihren Höhlen und Feenkaminen an, ist eigentlich schnell klar, dass dahinter eine interessante Geschichte stecken muss. Tatsächlich entstanden die einzigartigen Felsformationen von Kappadokien, das übrigens früher komplett unter Wasser stand, durch vulkanische Aktivität. Damals gab es einige Vulkane in der Gegend, die regelmäßig Lava spuckten und die dadurch freigesetzte Asche lagerte sich mit der Zeit als sogenannter Tuffstein ab. Der ist sehr porös und leicht formbar, weshalb Wind und Wetter das Gestein über die Jahre zu dem geformt haben, was es heute ist. Das tut es übrigens auch weiterhin, weshalb Kappadokien in ein paar hundert Jahren wahrscheinlich schon wieder ganz anders aussieht, als heute.


An- und Abreise nach Kappadokien


Es gibt zwei Mini-Flughäfen, die du ansteuern kannst, wenn du nach Kappadokien möchtest. Mein Hinflug ging über Istanbul nach Kayseri (ASR), der Rückflug (ebenfalls über Istanbul) vom Flughafen Nevsehir (NAV). Beide Flughäfen sind mit dem Auto gut zu erreichen, Nevsehir liegt etwas näher zu Göreme (rund 40 Minuten). Zwar gibt es an den Flughäfen auch Mietwagenfirmen, allerdings würde ich mir für die Zeit in Kappadokien einfach immer einen privaten Shuttle organsieren, weil das im Endeffekt günstiger ist.


Good to know


Nachdem die Türkei nicht zur EU gehört, hatte ich vor Ort kein Datenvolumen auf dem Handy, was mich teilweise ziemlich wahnsinnig gemacht hat. Nicht, weil ich non-stop auf Instagram abhängen wollte, sondern, weil ich zwischendurch mal etwas googeln oder eine WhatsApp schreiben wollte. Deswegen empfehle ich, für die Zeit in Kappadokien eine E-Sim mit Datenvolumen zu kaufen oder bei deinem Handyanbieter nach einem temporären Auslands-Tarif zu fragen.


Außerdem ist es sehr hilfreich, in Kappadokien Bargeld in der Tasche zu haben, um Trinkgeld zu geben oder etwas Kleines auf dem Markt bzw. in den Shops zu kaufen. Mein Tipp: Bei Ankunft am Flughafen (nicht erst in Kappadokien, sondern an einem großen Flughafen) Euro in Türkische Lira wechseln und alles Bargeld, das du am Ende übrig hast, beim Rückflug wieder umtauschen.


Frau mit schwarzem Mantel vor Landschaft mit Heißluftballons am Himmel
Fun Fact: Weil es an diesem Tag zu windig war, durften keine Ballons fliegen, weshalb für die Fotos die AI-Funktion von Photoshop herhalten musste. Not too bad, oder? © Lucy Binder

Und nun, viel Spaß in Kappadokien! 🎈

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